Tijdgeest



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Postadresse:
VOF Geurtsen - Haase
Arthur-Sullivanhof 8
NL- 3543 JK Utrecht

 



Ihr Weg zur Tijdgeest


Zielort - Harlingen (NL)
Heimathafen der Tijdgeest

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Das neue Jahr beginnt für uns mit einem Besuch bei Rainer und Andrea. Es wird nicht nur gesellig, sondern auch gearbeitet. Wir haben unsere Tischplatten von der Tijdgeest mitgebracht, denn Rainer hat in seiner Tischlerei einen Breitbandschleifer. Im Nu sind die Tischplatten kahl geschliffen, und nachdem auch die Kanten geschliffen sind, lassen sich Wijnand und Rainer ein Neujahrsbierchen schmecken. Die Tischplatten bleiben erstmal in der Werkstatt, sie werden hier noch gebeizt und lackiert.

In der Werkstatt von PJ hat sich auch schon wieder einiges getan.
Die Deckenpaneele sind bereits grundiert und gestrichen und einige Meter Mahagonie- Leisten sind zugeschnitten, gefräst, geschliffen und gebeizt.
Leider musste eine Lieferung Holz zurückgeschickt werden, so kamen wir ein paar Tage nicht weiter. Aber das Warten auf die nächste Lieferung hat sich gelohnt und es wurde sofort mit dem Zuschnitt der Türrahmen und Bettteile begonnen. Dann werden die Hölzer auch schon abgerichtet und gehobelt. Wenn wir unter Deck soweit sind, müssen sie noch genau zugeschnitten werden.

Auf der Tijdgeest wird isoliert und die ersten Teile der Zwischenwände sind bereits gesetzt. Die brandwehrenden Platten müssen mit der Stahldecke abschließen und die Fugen werden mit brandwehrendem Kitt abgedichtet. Diesmal sind die Platten schon vor dem Einbau in der Grundfarbe, das spart später Zeit. Man sieht schon die Kabineneinteilung, aber die Zwischenwände der Kabinen und zum Flur werden noch nicht gesetzt, so behalten wir vorerst den Platz zum Arbeiten. Als nächstes werden nun die Seitenwände des Schiffes isoliert und verkleidet.

Unsere Stammgäste hatten sich schon an die Tijdgeest ohne Steng gewöhnt. Im Hafen schon von weitem zu erkennen. Fast zwei Jahre stand der Steng bei PJ, fertig restauriert und frisch im Lack. Jetzt hat Wijnand auch noch eine schöne Spitze für den Steng gedrechselt und ist er wirklich komplett, um wieder auf seinen Platz zu kommen.

 

Nach vielen Tagen Arbeit ist auch der Bezaanmast fertig und liegt bereit, um wieder auf’s Schiff zu kommen. Alle Beschläge, Ösen, Schekel, Blöcke und Kabel sind überholt bzw. ausgetauscht worden und alle Fallen sind wieder eingeschoren. Der Mast (mit Steng) liegt schon an der Kade unter dem Kran, um auf das Schiff getakelt zu werden.

 

Wenn der Mast ein paar Meter gehoben ist, muss noch die Mussenstag festgemacht werden, das Stahlkabel, das zwischen dem großen Mast und dem Bezaanmast verläuft. Dann wird der Mast weiter aufgerichtet.
Was zu dem Zeitpunkt noch niemand gesehen hat: Die Kreuzstag läuft nicht richtig, das Stahlkabel liegt nach hinten über dem Beschlag vom Steng. Da wir den Fehler nicht bemerken, geht es erstmal weiter. Einmal aufgerichtet steht der Mast nun auf der Kade. Der Kran hebt ihn langsam weiter über das Schiff. Dann muss der Mastfuß passend stehen. Da der Mast nicht so genau gesteuert werden kann, wird kurzerhand das Schiff passend unter den Mast gefahren. So rutscht der Mast letztendlich genau auf seinen Platz und kann der Mastfuß wieder gesichert werden. Dann wird Wijnand noch mit Korb nach oben gebracht, um die letzten Schekel festzusetzen.

Der Bezaanmast steht wieder auf der Tijdgeest. Alle Stahlkabel und Fallen können wieder festgemacht werden. Mittlerweile hat Wijnand jedoch auch entdeckt, dass die Kreuzstag nicht gut läuft. Von unten lässt sich das Stahlkabel jedoch nicht um den Beschlag vom Steng schlagen. Der Kranführer ist schon nach Hause (es ist Wochenende) und der Korb des Krans geht aber auch nicht hoch genug, um bequem bis zum Steng zu kommen. Im Bezaanmast hoch klettern macht auch wenig Sinn, denn ab Höhe des Stengs kann man sich selbst nicht mehr sichern.

Nach einigen Überlegungen klettert Wijnand dann beim großen Mast nach oben. Da er dort noch höher hängt, kann er von da aus das Stahlkabel um den Beschlag herumschlagen und so befreien. Da ich meinen Schatz bei dieser Aktion doch lieber sichern wollte, hatte ich leider keine Hand zum Fotografieren frei ;-)

Mit spontaner Hilfe von unserem Kollegen Frank waren alle Stahlkabel und Taue dann schnell sortiert und auch unten wieder festgesetzt. Am späten Nachmittag fährt die Tijdgeest als Zweimaster zurück zu unserem Platz bei PJ. Unsere Schwerter sind noch in Gelnhausen, da lässt sich das Schiff nicht ganz so gut manövrieren. Aber es ist schön windstill und so können wir trotzdem ganz entspannt rückwärts einparken.

Die Arbeiten unter Deck laufen natürlich auch weiter. Die Seitenwände sind fertig, ein Teil der Deckenpaneele ist angebracht, Kabel sind verlegt und teilweise sind auch die Spanten verkleidet.

So sah es am 14. Februar 2011 auf der Tijdgeest aus-  jetzt muss es flott voran gehen, denn in ein paar Wochen ist der Saisonstart!