Tijdgeest



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info(at)tijdgeest.info

Postadresse:
VOF Geurtsen - Haase
Arthur-Sullivanhof 8
NL- 3543 JK Utrecht

 



Ihr Weg zur Tijdgeest


Zielort - Harlingen (NL)
Heimathafen der Tijdgeest

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Da der Bezaanmast frisch überholt und lackiert so schön glänzend auf dem Schiff steht, sind auch noch die Rundhölzer abgeschliffen, gebeizt und lackiert worden. Nur der Großbaum ist auf dem Schiff zurück geblieben und kommt später an die Reihe. Die ersten schönen Tage wurden sofort genutzt, um alles wieder an Deck zu montieren und auch die Segel anzuschlagen. Der Stahlträger vom Fokbaum ist ein Stück eingekürzt und verstärkt worden und hat eine neue Belegklampe bekommen.

Unter Deck stehen nun die Wände und auch die Türrahmen werden eingesetzt. Zur Decke hin wird wieder mit brand wehrendem Kitt abgedichtet. Alles wird gut isoliert und die Deckenpaneele sind zu großen Teilen angebracht. „Ali sein Stefan“ kommt zur Zwischenabnahme angereist.

Nach 10 Tagen auf der großen Welt ist es Zeit für Nynke, ihr zuhause an Bord zu begutachten. Sie darf als erste in einer der neuen Kabinen schlafen und testet auch den Laufstall im Roef. Die Kabinen sind nun bereits zweimal gestrichen. Alle Kabel sind verlegt und auch die Heizung ist angeschlossen. Kleiner Jelle hilft dem großen Jelle beim Vermessen.

Die Türen werden aus Massivholzrahmen mit Füllungen gemacht. Die Füllungen sind von brandwehrendem Plattenmaterial, das wir furniert haben. An Bord wird jede Tür angepasst. Danach werden sie wieder ausgehängt, um in der Halle gebeizt und lackiert zu werden.

Wie im letzten Jahr macht Patrik auch jetzt wieder den Leistenmarathon. Diesmal sind die Leisten aber bereits vorlackiert und müssen nach dem Einbau nur noch eine Lacklage bekommen. Unter der Decke sind die Brandmelder angebracht und inzwischen laufen auch alle Heizungen.

 

Da die Oberlichter über den Türen nicht mehr eingebaut werden durften, wurde es im Flur sehr dunkel. Die Männer haben darum spontan beschlossen, noch zwei Prismen in der Flurdecke einzubauen. Dafür mussten noch schnell zwei Löcher ins Deck gesägt werden. Das gute Wetter hat Wijnand auch für die Stahlarbeiten genutzt. Die Rahmen der Deckluken mussten noch konserviert werden, bevor die Luken wieder montiert werden. Jeden Tag können nun ein paar Punkte abgehakt werden. Aber es kommen auch noch ständig neue Listen hinzu.

Das Beizen und Lackieren kostet viel Zeit. Es fehlen noch die Leisten für die Verkabelung und für die Leselampen wird noch ein runder Fuß angefertigt. Die Platten, an denen die Waschbecken aufgehängt werden, sind auch noch in Arbeit. Und nur noch ein paar Tage bis zum Start!

Die Schwerter sind endlich wieder da! Vier Tage, bevor wir fahren, werden sie mit dem Gabelstapler angehängt. Sie waren komplett auseinandergebaut, sind mit neuen Schrauben und Bolzen versehen worden und die Stahlumrandung und Streben sind auch neu gemacht worden. Auf dem Schwertkopf ist das Logo von Design+Technik Klose aus Gelnhausen zu sehen.  Nebenbei wird die Tijdgeest noch geschrubbt und mit Stahlschwämmen befreien wir das Vordeck und die Gangborden von den kleinen Rostpartikeln, die sich bei den Schweißarbeiten überall verteilt hatten. Das kostet viel Mühe, die sich aber sehr lohnt. Heute werden auch die Farbpinsel geschwungen und so kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Unter Deck werden inzwischen noch mehr Leisten angebracht und ablackiert. Die Bettplanken und Lattenroste werden montiert und die Verkleidung der Deckluken wird eingesetzt. Waschbecken werden an die Wand gehängt und das Wasser wird angeschlossen. Der Teppich wird verlegt und dann werden auch die Türen eingehängt. Spiegellampen und Leselampen werden montiert und angeschlossen. Die Leiter für den Notausgang darf nicht vergessen werden und auch Feuerlöscher und Notbeleuchtung müssen wieder an ihren Platz. Die Deckluken werden wieder von Federn versehen. Gardinenstangen werden angeschraubt. Es wird gesaugt und geputzt…

Freitagmittag sind die Kabinen soweit fertig. Ein paar Kleinigkeiten müssen später kommen. Wir sind bereit zur Abfahrt. Noch ein letzter Kaffee und dann heißt es Leinen los bei PJ Jachtbetimmering. Bei Stavoren fahren wir durch die Schleuse zum IJsselmeer. Da eine ordentliche Brise weht, schaukeln wir schön über das IJsselmeer. Wijnand und unsere neue Matrosin Imke setzen das Foksegel. Nynke verbringt ihren ersten Segeltag meist schlafend. Hinter dem Steuer stehen drei Generationen. Der Himmel zieht auf und es gibt einen tollen Sonnenuntergang. Abends kommen wir gegen zehn Uhr in Harlingen an, wo wir uns direkt an die letzten Aufräumarbeiten machen. Morgens muss noch eine Fuhre zum Lager, bevor die Gäste an Bord kommen.

Als Engel in der Not kommt Regine Samstagmorgen noch schnell zum Helfen. Und dann stehen auch schon die Gäste auf der Kade. Wie in den letzten Jahren eröffnen wir die Saison mit dem Segelclub aus Leiden. Unter Führung des Admirals werden die Segel gesetzt und geht es bei strahlendem Sonnenschein nach Terschelling. Nach dem arbeitsreichen Winter ein tolles Gefühl, endlich wieder unterwegs zu sein, Wattenmeerluft schnuppern und die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Am nächsten Tag wollen wir direkt in der Frühe weiter nach Ameland, aber der Wind verlässt uns und so drehen wir um und segeln gemütlich nach Vlieland. Dort liegt die Tijdgeest allein im Hafen und können wir die Ruhe der Vorsaison genießen und so laut singen, wie wir wollen…