Tijdgeest
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Samstag, 03-12-11 17:07
haase:
Huhu Ihr Lieben! Viele Grüße aus der verregneten "alten" Heimat! Freuemich Euch bald wiederzusehen! [...]
Kontakt
Postadresse:
VOF Geurtsen - Haase
Arthur-Sullivanhof 8
NL- 3543 JK Utrecht
Ihr Weg zur Tijdgeest
Heimathafen Harlingen:
Tijdgeest
Nieuwe Willemshaven
8861 Harlingen Niederlande
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Jedes Jahr werden von der Versicherung und dem Schifffahrtsamt verschiedene Sicherheitsprüfungen abgenommen. In diesem Jahr steht die Mast- und Takelageprüfung auf dem Programm. Der Bezaanmast der Tijdgeest ist noch traditionell aus Holz. Für die Prüfung und den Unterhalt des Mastes wird er mit einem Kran vom Schiff gehoben. Dafür müssen natürlich erst alle Taue und die Stahlkabel gelöst, die Lichtkisten und Gaffel und Giek abgebaut werden.
Auch unter Deck beginnen wir alles leer zu räumen, um schnell mit dem Abbruch der alten Bezimmerung zu beginnen.
Bei ruhigem Wetter fahren wir die Tijdgeest ein paar Betriebe weiter, wo ein großer Kran steht.
Es geht nach oben, um die letzten Vorbereitungen zu treffen und dann ist es soweit, der Mast wird vom Schiff gehoben. Da alle in Aktion waren, gibt es leider keine Fotos von den spannendsten Momenten?
Einmal auf der Kade wird direkt mit den Arbeiten begonnen und nach vielen Stunden schleifen ist der alte Lack ab!
Unter Deck sieht es inzwischen auch schon wild aus. Seitenverkleidungen und Zwischenwände werden abgerissen.
Der Mast ist fertig geschliffen. Um den Mastfuß vor Einwässerung zusätzlich zu schützen, wurde auch eine Stahlbüchse eingesetzt, durch die der Sicherungsbolzen laufen wird.
Für die weiteren Arbeiten soll der Mast in die Werkstatt von PJ. Dafür muss er aber ein ganzes Stück über die Strasse transportiert werden. Vor allem die scharfe Kurvenkombination ist eine echte Herausforderung für den Kranführer.
Abends, wenn keine Maschinen laufen und die Werkstatt relativ staubfrei ist, kann am Mast gearbeitet werden. Risse im Holz werden mit einer Mischung aus Leinöl und Schafsfett gefüllt. Die heiße Masse zieht tief ins Holz, wo sie aushärtet, aber doch flexibel bleibt. Dann muss der Mast wieder fettfrei gemacht werden und wird er mit Perkoleum lackiert. Jelle hat kontrolliert, ob Papa das auch alles ordentlich macht.
Auf der Tijdgeest wird die Baustelle immer größer, die alte Isolation kommt raus. Eine staubige Sache.
Die Seitenschwerter werden in diesem Winter auch komplett überholt. Mit dem Gabelstapler werden sie vom Schiff gehoben, sodass sie bald abgeholt werden können. Doch dann kommt der große Wintereinbruch. Erst muß der Hof vom Eis befreit werden, dann können die Schwerter verladen werden. Für die Aufarbeitung nehmen Peter und Bernd sie mit nach Gelnhausen.
Auch unter Deck sorgt die Kälte für Probleme.
Das Schiff liegt mittlerweile im Eis und im Bereich der Wasserlinie befindet sich trotz heizen auch von innen Eis. Da wir aber den Stahl entrosten und neu konservieren wollen, muss er ganz trocken sein. Das heißt Eis wegklopfen, Rost entfernen, Stahl trocknen und schnell neu fetten. Ganz schön aufwendig.
Als alles rundum fertig ist, kommt der alte Boden raus. Der Bodenstahl sieht noch recht gut aus, aber natürlich muss auch hier an einigen Stellen Rost entfernt werden, bevor neu gefettet werden kann. Manche Stellen bei den Spanten sind schwierig erreichbar, und es sammelt sich immer wieder Kondenswasser. Die großen Flächen sind nicht so leicht zu trocknen. Also muss ein Brenner her, wie ihn auch die Dachdecker benutzen. Stück für Stück werden nun Rundung und Boden getrocknet und ins Fett gesetzt.
Dann können die Bodenplatten zugesägt und verlegt werden. Die Platten müssen vor Ort noch genau angepasst werden und bekommen große Luken, um den Schiffsboden besser inspektieren zu können.
So sah es am 16. Dezember 2010 auf der Tijdgeest aus- die Fortsetzung folgt!







































